Die Schüßler-Therapie, im 19. Jahrhundert von Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelt, basiert auf der Vorstellung, dass das Wohlbefinden des Körpers maßgeblich vom Gleichgewicht seines Mineralstoffhaushalts in den Zellen abhängt. Die ursprüngliche Lehre umfasst zwölf biochemische Funktionsmittel, die aus natürlichen Mineralsalzen hergestellt werden. Im Laufe der Zeit wurden diese um weitere Ergänzungsmittel erweitert.
Die Mineralsalze werden in potenzierter, also stark verdünnter Form, angeboten. Dies geschieht typischerweise als Tabletten, die durch Verreibung des Minerals mit Milchzucker (Laktose) bis zu bestimmten Dezimalpotenzen (z.B. D6 oder D12) hergestellt werden. Alternativ sind sie auch als Globuli oder Tropfen erhältlich. Das primäre Ziel dieser Anwendung ist es, dem Körper einen Impuls zu geben, seine Fähigkeit zur Verwertung von Mineralstoffen zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
Das Wichtigste in Kürze
- Schüßler Salze zeichnen sich durch außergewöhnlich gute Verträglichkeit aus und haben keine bekannten unerwünschten Reaktionen im pharmakologischen Sinne
- Die "Erstverschlimmerung" ist ein positives Zeichen, bei dem sich Befindlichkeiten kurzzeitig verstärken können, bevor deutliche Besserung eintritt
- Diese temporäre Intensivierung zeigt an, dass der Körper auf die Mineralsalze reagiert und seine Selbstheilungskräfte aktiviert werden
- Laktoseintoleranz ist die häufigste spezifische Empfindlichkeit, da die meisten Tabletten Milchzucker als Trägerstoff enthalten
- Laktosefreie Alternativen wie Globuli oder Tropfen stehen für empfindliche Personen zur Verfügung
- Keine bekannten negativen Wechselwirkungen mit schulmedizinischen Behandlungen oder anderen Therapien aufgrund der feinstofflichen Wirkungsebene
- Schüßler Salze können bedenkenlos begleitend zu anderen Behandlungen angewendet werden zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens
- Optimale Einnahme erfolgt durch langsames Zergehen lassen im Mund für beste Aufnahme über die Mundschleimhaut
- Bei akuten Beschwerden häufigere Einnahme (alle paar Minuten/stündlich), bei langfristiger Anwendung 2-3x täglich
- Als homöopathische Arzneimittel basiert ihre Anwendung ausschließlich auf traditioneller Erfahrung ohne wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis

Mögliche Unverträglichkeiten von Schüßler Salzen
Wenn von möglichen Reaktionen des Körpers im Zusammenhang mit Schüßler Salzen die Rede ist, ist es wichtig, den Kontext dieser Begriffe im Bereich der Biochemie nach Schüßler zu verstehen. Im Gegensatz zu synthetischen Anwendungen, die oft mit einer Liste von bekannten Reaktionen einhergehen, sind Schüßler Salze für ihre außergewöhnlich gute Verträglichkeit bekannt. Die Reaktionen, die gelegentlich auftreten können, sind in der Regel keine unerwünschten Reaktionen im pharmakologischen Sinne, sondern eher Anzeichen dafür, dass der Körper auf die gesetzten Impulse reagiert und einen Anpassungsprozess durchläuft.
Individuelle Reaktionen und die "Erstverschlimmerung"
Ein Phänomen, das bei der Anwendung von Schüßler Salzen – wie auch in der Homöopathie – beobachtet werden kann, ist die sogenannte "Erstverschlimmerung". Dies bedeutet, dass sich die bestehenden Befindlichkeitsstörungen kurzzeitig verstärken können, bevor eine deutliche Besserung eintritt. Dies ist kein Grund zur Besorgnis. Im Gegenteil: Eine Erstverschlimmerung wird in der Biochemie oft als positives Zeichen gedeutet. Sie zeigt an, dass der Körper auf die Einnahme des Mineralsalzes reagiert und seine Selbstheilungskräfte aktiviert. Es ist ein Hinweis darauf, dass der Organismus beginnt, sich anzupassen und ins Gleichgewicht zurückzufinden.
Diese temporäre Intensivierung der Befindlichkeitsstörungen ist meist mild und klingt nach kurzer Zeit von selbst wieder ab. Sie ist ein Teil des Prozesses und ein Indikator dafür, dass das gewählte Funktionsmittel wirksam ist. Sollte eine Erstverschlimmerung jedoch als zu intensiv empfunden werden, kann die Einnahmehäufigkeit reduziert oder für kurze Zeit unterbrochen werden, um dem Körper mehr Zeit zur Anpassung zu geben. Die individuelle Reaktion des Körpers ist hier entscheidend, und die Beobachtung der Befindlichkeitsstörungen gibt wertvolle Hinweise für die weitere Anwendung.
Seltene Empfindlichkeiten und wie man damit umgeht
Schüßler Salze sind, wie bereits erwähnt, für ihre hohe Verträglichkeit bekannt. Dennoch gibt es seltene, spezifische Empfindlichkeiten, die fast ausschließlich auf den Trägerstoff der Tabletten zurückzuführen sind: die Laktose (Milchzucker). Die meisten Schüßler Salze Tabletten enthalten Laktose als Bindemittel und Füllstoff.
Laktoseintoleranz: Für Personen mit einer ausgeprägten Laktoseintoleranz kann die Einnahme von laktosehaltigen Tabletten zu den bekannten Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall führen. Dies ist keine Empfindlichkeit gegenüber dem Mineralstoff selbst, sondern gegenüber dem Hilfsstoff.
Lösung: Glücklicherweise gibt es für diese Fälle hervorragende Alternativen! Die OMP Versandapotheke bietet eine breite Palette an laktosefreien Schüßler Salzen an, wie zum Beispiel Globuli oder Tropfen (die oft auf Alkoholbasis sind, hier ist wiederum auf Alkoholunverträglichkeit zu achten). Diese Darreichungsformen ermöglichen es auch Menschen mit Laktoseintoleranz, von der wohltuenden Wirkung der Schüßler Salze zu profitieren, ohne unerwünschte Reaktionen auf den Trägerstoff befürchten zu müssen.
Abgesehen von der Laktoseintoleranz sind spezifische Empfindlichkeiten gegenüber den Mineralstoffen in der Regel nicht bekannt, da diese in stark potenzierter Form vorliegen und den Körper nicht mit großen Mengen an Mineralstoffen überfluten. Die sanfte Natur dieser Mittel macht sie zu einer beliebten Wahl für Menschen, die auf herkömmliche Anwendungen empfindlich reagieren. Es ist jedoch immer ratsam, bei Unsicherheiten oder Vorerkrankungen die Einnahme mit einem Arzt oder Apotheker zu besprechen.
Schüßler Salze und Wechselwirkungen mit anderen Anwendungen
Ein weiterer wichtiger Aspekt, der oft im Zusammenhang mit Schüßler Salzen angesprochen wird, ist die Frage nach Wechselwirkungen mit anderen Anwendungen. Hier können wir Sie beruhigen: Im Allgemeinen sind keine negativen Wechselwirkungen zwischen Schüßler Salzen und schulmedizinischen Anwendungen bekannt.
Aufgrund ihrer speziellen Aufbereitung und ihrer zellulären Wirkung beeinflussen Schüßler Salze den Stoffwechsel und die pharmakologische Wirkung anderer Anwendungen nicht in einer Weise, die zu unerwünschten Reaktionen führen könnte. Sie arbeiten auf einer feinstofflicheren Ebene, indem sie die Zellfunktion anregen, während die meisten Anwendungen auf molekularer Ebene direkt in biochemische Prozesse eingreifen oder spezifische Rezeptoren blockieren bzw. stimulieren.
Das bedeutet, dass Sie Schüßler Salze in der Regel bedenkenlos begleitend zu anderen Therapien anwenden können. Sie können eine sinnvolle Ergänzung sein, um den Körper während einer Anwendung zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Sollten Sie dennoch Bedenken haben oder mehrere Anwendungen gleichzeitig nutzen, ist es immer empfehlenswert, vor der Einnahme von Schüßler Salzen Ihren Arzt oder Apotheker zu konsultieren. Er oder sie kann Ihre individuelle Situation beurteilen und Ihnen eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Empfehlung geben.

Die richtige Einnahme von Schüßler Salzen ist entscheidend für ihre optimale Wirkung. Es geht dabei nicht nur um die Dosierung, sondern auch um die Art der Anwendung, um die Mineralstoffe bestmöglich für den Körper verfügbar zu machen.
Die klassischen Schüßler Salze werden in Form von kleinen Tabletten eingenommen. Die Standardempfehlung ist, die Tabletten langsam im Mund zergehen zu lassen. Dies ermöglicht, dass die fein aufbereiteten Mineralsalze direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können, was eine besonders schnelle und effektive Wirkung ermöglichen kann. Alternativ können die Tabletten auch in etwas Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken werden, wobei jeder Schluck kurz im Mund behalten werden sollte.
Die Häufigkeit der Einnahme hängt von der Art der Befindlichkeitsstörungen ab:
- Akute Unterstützung: Bei akuten Befindlichkeitsstörungen können die Tabletten anfänglich alle paar Minuten oder stündlich eingenommen werden, bis eine Besserung des allgemeinen Wohlbefindens eintritt.
- Langfristige Begleitung: Bei langfristigen Anwendungen oder als Kur zur allgemeinen Stärkung des Körpers ist die Einnahme meist zwei- bis dreimal täglich.
Es ist wichtig, die Einnahme konsequent über einen bestimmten Zeitraum fortzuführen, um dem Körper die Möglichkeit zu geben, auf die Impulse zu reagieren und die Balance wiederherzustellen.
Wichtiger rechtlicher Hinweis zu unseren Inhalten:
Bitte beachten Sie: Bei Schüßler-Salzen handelt es sich um registrierte homöopathische Arzneimittel ohne Angabe eines therapeutischen Anwendungsgebiets, da deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist. Alle auf dieser Website/in diesen Texten enthaltenen Informationen, Beschreibungen und Anwendungsempfehlungen zu Schüßler-Salzen basieren ausschließlich auf traditioneller Anwendungserfahrung und volksheilkundlichem Wissen. Diese Inhalte dienen lediglich der allgemeinen Information und stellen keinerlei Heilversprechen oder die Zusicherung einer Linderung oder Verbesserung von Krankheitszuständen dar. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Konsultieren Sie bei allen gesundheitlichen Beschwerden, Fragen oder vor Beginn einer Therapie immer eine qualifizierte Ärztin oder einen Arzt. Eine Haftung für Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Informationen ergeben, wird ausgeschlossen.
